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29 Mai 2015

Aktienanalyse mybet.holding S.E.

Die Onlinewetten-Branche wird derzeit durch viele Markteinflüsse gebeutelt. Vor allem deutsche Anbieter hatten in der letzten Zeit aus der regulatorischen und steuerrechtlichen Seite Gegenwind bekommen. Der BGH will diesen Monat über die weitere Vergabe der Lizenzen hinsichtlich der Bewerbung von Lotterie entscheiden.

Einige Jahre zuvor, hatte das Bundesland Schleswig-Holstein gegen den Glücksspielstaatsvertrag entschieden und sich damit gegen das Monopol der staatlichen Lotterie gestellt. Das Bundesland hat im Zuge dessen, mehrere Glücksspiellizenzen an Wettunternehmen vergeben, die nun auf der Kippe stehen könnten. Der BGH wird noch diesen Monat darüber entscheiden.

Die neue Umsatzsteuerregelung bewirkte bei mehreren Anbietern geringere Erlöse in 2014. So auch bei mybet.holding S.E.. Der Konkurrent bet-at-home.com ist einer der wenigen, der von der WM 2014 profitieren konnte. Sein erhöhter Aufwand für Marketing-Kampagnen hat sich deutlich ausgezahlt. Geworben wurde fast über alle Kanäle.
Auch die neue Umsatzsteuerregelung konnte den Erlösen keine größeren Einbussen einbringen. Durch die neue Umsatzsteuerregelung wird die Umsatzsteuer nun in dem Land bezahlt, in dem der Spieler die Leistung des Unternehmens in Anspruch nimmt und nicht wie vorher, in dem Land in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Das Problem, das sich dabei für die Unternehmen ergibt, zeigt sich in den unterschiedlichen Fälligkeiten der einzelnen Länder.

So haben sich innerhalb der Branche nur einige wenige als Werte etabliert, der Rest kämpft weiter. Aktuell interessant ist die Lage um bwin.party. Das Unternehmen ist zur Zeit Spekulationsobjekt, für das zwei interessierte Unternehmen eine Offerte angekündigt haben. Darunter das Unternehmen GVC, das auch an Ampaya Gaming (Poker Stars, FullTilltPoker) beteiligt ist. An wen das Unternehmen schließlich geht, ist noch überhaupt nicht klar, dennoch hat der Kurs der Aktie seit Anfang Mai knapp 39 % an Wert gewonnen. Mehr dazu auch hier.

Das Martyrium von mybet.holding S.E.

Innerhalb der letzten zehn Jahre hatte das Unternehmen viele Stationen. Wie hier berichtet, wurde mybet im Jahr 2006 von der FLUXX AG übernommen und einige Jahre unter dem Firmennamen JAXX weitergeführt. Das Unternehmen konnte sich dennoch so gut wie nie gegen die Konkurrenz behaupten.
Bei der Übernahme im Jahr 2006 verzeichnete das Unternehmen einen Nettoumsatz von 0,5 Millionen Euro und einen Erlös (EBIT) von -1,5 Millionen Euro. Der Plan sah vor, dass der Break-Even Point im Jahr 2007 erreicht werden sollte.

Dann kam die Krise.

Bis heute kann das Unternehmen keine soliden Zahlen vorweisen. Das Nettoergebnis war im ersten Quartal 2014 um 40 % niedriger als im Vorjahr. Zwar konnte laut diesem Bericht per Jahresschluss dennoch ein Erlös von 0,6 Millionen erzielt werden, jedoch bereits im ersten Quartal 2015 musste ein Erlösverlust von 0,8 Millionen Euro ausgewiesen werden.

Der Umsatz hat sich per Jahresschluss 2014 um insgesamt 5,1 % erhöht. Die stärksten Bereiche waren Sportwetten mit 20,9 % Zuwachs, darunter sehr stark der Bereich Pferdewetten. Der Bereich Poker und Casino musste leider ein Minus von 6,4 % in den Umsätzen verzeichnen. Das Management begründet den Rückgang  mit dem Rückzug aus den europäischen Märkten aufgrund regulatorischer Nachteile. Eine Kapitalerhöhung sowie ein neuer Finanzvorstand sollten im Jahr 2014 laut diesem Bericht unterstützend wirken. Darüber hinaus hat sich mybet Holding S.E. von der Lotteriesparte getrennt.

Die Prognose von 70-75 Millionen an Umsatz für das Jahr 2015, wurde aufgrund der Umsatzsteuerreglung und neuer Partnerschaft mit dem Software-Entwickler amelco UK Ltd revidiert. Der Entwickler ist spezialisiert auf Software und Produkte für die Wettbranche. Im Rahmen der Partnerschaft, kann mybet Holding S.E. die Systembereitschaft verbessern und andere Lösungen nutzen. Jedoch handelt es sich bei der Partnerschaft noch um keinen vorbehaltlosen Vertrag, sondern um ein sogenanntes Term-Sheet.

Der Abschluss des endgültigen Vertrages ist für den Juni geplant. So soll das EBIT durch den Vertrag auf -0,5 Millionen Euro fallen. Für das Jahr 2016 peilt das Management jedoch eine Ertragssteigerung durch Kosteneinsparungen an.

Technischer Ausblick auf die mybet Holding Aktie


Chart: Guidants.com

Die oben genannten Faktoren, treten im Aktienkurs der mybet Holding S.E. direkt in Erscheinung. Seit der Übernahme von mybet durch die damalige FLUXX AG, konnte der Aktienkurs das Allzeithoch von 14 Euro je Aktie erreichen. Danach ging es zwischen 2006 und 2009 kontinuierlich steil abwärts und damit unter einen Euro je Aktie. Das Tief wurde bei 0,78 Euro je Aktie erreicht.

Kurz nach Ende des ersten Quartals, konnte die Aktie im Jahr 2009 ruckartig Kaufinteressenten finden. Innerhalb eines Jahres stieg die Aktie auf 2,74 Euro je Aktie und konnte damit 187 % an Wert gewinnen. In den folgenden ein und halb Jahren, verlor die Aktie wiederum 67 % an Wert.

Seit 2010 befindet sich die Aktie in einer fluktuierenden Abwärtsrange. Das macht deutlich, dass innerhalb von mybet Holding S.E. zwar einiges unternommen wird um den Absturz zu verhindern, jedoch reicht das nicht aus, um den Abwärtstrend umzukehren. Da das Jahr 2013 gut verlief, konnte das schlechte Netto-Ergebnis im ersten Quartal 2014 den mittelfristig etablierten Aufwärtstrend nicht verhindern. Dennoch fand der Trend im Herbst kurz bevor der neue Finanzvorstand ins Amt berufen wurde und eine Kapitalerhöhung  durchgeführt wurde sein Ende.

Der Trend ist seitdem weiter abwärtsgerichtet und neue positive Erwartungen sind unwahrscheinlich. Mehr noch notiert die Aktie aktuell sogar mit 0,97 Euro knapp unter 1 Euro je Aktie. Das ist als psychologisch wichtige Zone nicht zu unterschätzen und könnte einen weiteren Schub in Richtung der wichtigen Unterstützung bei 0,87 Euro je Aktie und folgend dem Allzeittief bei 0,78 Euro je Aktie.

Fazit

Onlinewetten erfreuen sich bei Sportfreunden immer noch großer Beliebtheit. Denn diese werfen momentan innerhalb der Wettbranche noch den größten Umsatz ab. Die Bereiche Poker und Casino laufen schwach, denn regulatorische Hürden haben sich neben den neuen Umsatzsteuerregeln für einige der Anbieter negativ ausgewirkt.
So haben sich innerhalb der Wettbranche nur einige Unternehmen etabliert, die auch fundamental überzeugen können. Dazu gehört das Unternehmen mybet Holding S.E. zur Zeit leider noch nicht. Seit der Übernahme durch die FLUXX AG konnte das Unternehmen, ausgenommen einige Zwischenergebnisse, nicht liefern. Es ist daher wenig verwunderlich, dass durch jede Revision der Umsatzerwartungen, die Erwartungen am Aktienmarkt um so stärker gedämpft werden.
Das technische Chart zeigt genau das. Nämlich, dass hier nach oben nicht viel erwartet werden kann, zumal die psychologisch wichtige Zone von einem Euro je Aktie wieder einmal unterschritten wurde.


 

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Ve/Me/Com führt keinerlei Anlageberatung durch und gibt auch keinerlei konkrete Empfehlungen zu einem Wertpapier, Finanzprodukt oder –instrument ab. Die Erwähnung bestimmter Wertpapiere oder Anlageprodukte stellen ausdrücklich keine Empfehlung zum Kaufen oder Verkaufen oder Halten dar. Ein Handel mit Wertpapieren oder Finanzanlageprodukten stellt immer ein hohes finanzielles Risiko dar. Sie müssen sich immer bewusst sein, dass Sie ein hohes finanzielles Risiko eingehen, das bis hin zum Totalverlust gehen kann. Das Handlungsmuster bezieht sich immer und ausschließlich auf den Trader und sein Anlageverhalten, das sich aus bestimmten Indikatoren ableitet. Es ist vielmehr als Lernbeispiel anzusehen aus dem sich für Sie aber keinerlei Kauf- oder Verkaufsempfehlungen ableiten lassen. Sie handeln bzw. traden auf eigenes Risiko - jegliche Haftung wird ausgeschlossen.

 

Interessenkonflikte: Um unseren Pflichten gemäß §31 Absatz 1 Nr. 2 WpHG und § 33 Absatz 1 Satz 2 Nr. 3 nachzukommen informieren wir Sie darüber, dass die Redakteure und Mitarbeiter der Gesellschaft auch Handel mit Wertpapieren, Derivaten oder ähnlichen Instrumenten betreiben und dort investiert sind. Konkret sind dies CFD´s, ETF´s und Futures auf den Dax, Dow Jones, SP500, Nikkei, Hang Seng, EUR/USD, EUR/JYP sowie auf Gold und Silber.

 

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